DJEM Willingen 2019

Alljährlich finden die Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften im Schach (kurz: DJEM) in Willingen statt. Vom 08. bis 16. Juni spielten dieses Jahr über 700 Spielerinnen und Spieler um die zu vergebenden Titel in den 14 Altersklassen. Vom Schachclub Bavaria Regensburg dabei waren Jana Schneider, Lars Goldbeck (beide U18) und Cédric Oberhofer (ODJEMA (offene deutsche Jugendeinzelmeisterschaft (U25) TurnierA)) die für euch von der Meisterschaft berichten:

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DJEM Willingen 2019 – Jedes Jahr wieder ein tolles Erlebnis

Alljährlich findet in den bayerischen Pfingstferien die Deutsche Jugendeinzelmeisterschaft, kurz DJEM, im Schach statt. Zu jeder Zeit eines der beeindruckendsten Turniere im Turnierkalender. In einem gut organisierten Turnier wird in den geschlossenen Altersklassen U10 bis U18, U10w bis U18w und in der offenen U25 jeweils um den deutschen Meistertitel gespielt. Für die geschlossenen Altersklassen müssen sich die bayerischen Kinder und Jugendlichen auf der Bayerischen Jugendeinzelmeisterschaft qualifizieren, die alljährlich in den Osterferien in Bad Kissingen (Jungen) und Spalt (Mädchen) stattfinden. Die U25 ist in drei Gruppen, nach den jeweiligen Wertungszahlen der Schachspieler/innen aufgeteilt. Für Mitreisende und Trainer gibt es die Möglichkeit den Dabei-Cup zu spielen, der parallel zu den Runden stattfindet.

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2.Frauen-Bundesliga – auf ein Neues

In den Runden 6 + 7 waren wir als Ausrichter erfolgreich gegen Schott Mainz und sicherten damit den Verbleib in der Liga.

SK Langen ließ uns in der Schlußrunde weniger Aussichten als gewünscht. Doch das geht voll in Ordnung, da wir unser Klassenziel bereits erreicht hatten.

Nach der Saison ist vor der Saison. Wie gesagt, das Klassenziel wurde gesichert.

Die Frage, ob wir wieder in der Saison 2019/2020 antreten oder nicht, wurde nun mit einem klaren Ja!!!!  beantwortet. Die Abwägung, ob die Kosten für Fahrten, Übernachtungen und Schiedsrichter nicht unser Budget sprengen, wurde im Sinne der Vereinssatzung beantwortet. Die Förderung des Schachspiels ist Vereinszweck. Darunter verstehen wir insbesondere die Förderung von Frauen im Verein. Ich habe irgendwo gelesen, dass nur 6% den Anteil der Frauen am Schach ausmacht. Traurig, oder? Wir setzen daher ein Signal und wünschen weiteren Zuspruch von innen und außen.

VIERERPOKALSIEGER 2019 – SC BAVARIA REGENSBURG VON 1881

HART ERKÄMPFTER 2,5:1,5 FINALSIEG IN MINTRACHING / LARS GOLDBECK ALS MATCHWINNER

Man schrieb das Jahr 1984. Der Sieger des oberpfälzer Viererpokals hieß Bavaria Regensburg. Ein 2:2 gegen Fortuna Regensburg reichte damals zum Titelgewinn. 35 Jahre mussten wir warten, ehe unser Team wieder das Finale erreichte. Mintraching gegen Bavaria Regensburg hieß jetzt die Finalpaarung. Fest entschlossen, den Titel zu holen, machten wir uns auf den Weg nach Mintraching. Bereits nach einer Stunde einigten sich Georg Dechant und FM Christoph Rother am dritten Brett, dem einzigen Brett, an dem wir auf Grund der aktuellen Wertungszahlen deutlich im Nachteil waren, auf ein Remis. Dementsprechend zufrieden waren wir mit dieser Punkteteilung, zumal sie uns mit den schwarzen Steinen gelang. In den folgenden drei Stunden verbesserten wir an den drei verbliebenen Brettern konsequent und kontinuierlich unsere Stellungsvorteile. Kurz vor der ersten Zeitkontrolle schien nur noch die Frage nach der Höhe unseres Sieges unbeantwortet.

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Nachbetrachtung: Der Untergang – Wieso auch ein Super-GM ohne jede Chance verliert

Angeregt von einer längeren Diskussion an einem der letzten Vereinsabende hat uns Fabian anhand moderner Partien die wichtigsten Ideen und einen Überblick in der Bauernstruktur CaroKann/Slawisch vermittelt.

Diese besondere Bauernstruktur stellte Fabian mit der Musterpartie Morozevich gegen Mamedyarov dar.

Wie geht man in solch einer Bauernstruktur sicher, dass der Gegner nicht den Hauch einer Chance hat?

Zu Beginn leitete Fabian uns kurz und knapp durch die Pläne für Weiß und auch Schwarz in der slawischen Bauernformation. Diese wurde dann anhand einer hervorragend ausgewählten und im allgemeinen relativ aktuellen Modellpartie untermauert.

Die Leitmotive der Partie Morozevich gegen Mamedyarov wurden deutlich herausgearbeitet und erläutert, sodass wir Zuhörer immer wußten, worum es gerade geht. Bei solch einem komplexen Thema kann man natürlich immer noch sehr viel mehr erzählen, ich denke jedoch, dass Fabian seine Aufgabe überzeugend gemeistert hat. Wichtige und häufig vorkommende strategische Motive in den jeweiligen Stellungen hat er nicht nur erkannt, sondern auch sehr gut erklärt.

Wer gerne noch mehr über die Geheimnisse der Bauernstrukturen und damit verbundene Pläne für Weiß und Schwarz erfahren möchte, sollte dem Hinweis von Fabian folgen:

Mauricio Flores Rios
Chess Structures
A Grandmaster Guide
464 Seiten, kartoniert, Quality, 1. Auflage 2015.

In Chess Structures werden Bauernstrukturen besprochen, die häufig nach einer Eröffnung benannt sind, aber aus den verschiedensten Eröffnungen entstehen können, vom klassischen Isolani über Sizilianisch bis zu Benoni, und viele andere Strukturen mehr.
Es ist also für jeden etwas dabei.