Bericht von Jana Schneider
Beim Meisterschaftsgipfel in Dresden gewann WGM Jana Schneider (SC Bavaria Regensburg) mit 7/9 Punkten ungeschlagen den Titel in der Frauen-Meisterklasse. Lennart Uphoff sicherte sich den FM-Titel

Bilder: Finn Engesser / Deutscher Schachbund
Jana startete mit einem wichtigen Schwarzremis gegen die Topgesetzte IM Dinara Wagner in das Turnier – und war in dieser Partie sogar nah am Sieg. Ein voller Punkt in Runde zwei gegen IM Sarah Papp zeigte früh, dass Jana um den Titel mitspielen würde. Im weiteren Verlauf blieb sie konstant: Siege und Remisen wechselten sich ab, sodass sie vor der letzten Runde punktgleich mit Dinara an der Spitze lag (6/8 Punkte). Beide trafen auf direkte Verfolgerinnen mit einem halben Punkt Rückstand – Spannung pur.
In der Schlussrunde stand Jana vor einer schwierigen Entscheidung: Eine Zugwiederholung hätte den sicheren zweiten Platz bedeutet. Doch sie entschied sich bewusst für den Kampf um den Sieg. Diese mutige Entscheidung wurde belohnt: Jana gewann ihre Partie, während Lara Schulze gegen Wagner triumphierte. Damit lag Jana am Ende einen halben Punkt vorne und wurde Deutsche Meisterin.

Für Jana ist es nach 2017 der zweite nationale Meistertitel und der erste in der Frauen-Meisterklasse. Im September wird sie fürs Frauen Nationalteam bei der Schacholympiade in Samarkand, Usbekistan, antreten.

Bild: Roland Neumeier
Ein weiterer Bavaria-Spieler beim Meisterschaftsgipfel war Lennart Uphoff. Nach einer erfolgreichen Bayerischen Meisterschaft 2025 durfte er Bayern bei der Deutschen Meisterschaft (Kandidatenklasse) vertreten. Nachdem er schon lange knapp dran war, schaffte er in Dresden endlich den Sprung über die 2300 ELO Grenze. Hochverdient – dank zwei starken Siegen in den Runden 6 und 7 gegen FM Levi Malinovsky (ELO 2342) und FM Thilo Ehmann (ELO 2353). Dadurch darf er nun den FM (Fide-Meister) Titel beantragen. Gratulation!
Ebenfalls vor Ort von Bavaria waren die beiden Topspielerinnen unseres Frauenteams Steffi Arnhold und Jana Bardorz. Jana spielte als Bayerische Meisterin in der Deutschen Frauen-Meisterschaft (Kandidatinnenklasse) und spielte das ganze Turnier lang ganz oben mit. Am Ende war sie mit ihrem achten Platz nicht zufrieden. Steffi hatte sich als Bayerische Vize-Meisterin für die Deutsche Blitzmeisterschaft qualifiziert, konnte dann aber leider gesundheitsbedingt nicht spielen.