Bavaria III schafft vorzeitig den direkten Wiederaufstieg in die Oberpfalzliga, Bavaria IV sichert die Klasse !

In der vorletzten Runde der Bezirksliga Süd am 8. Februar standen für unsere beiden Teams entscheidende Spiele an, mit einem Sieg wäre die Dritte vorzeitig Meister und die Vierte könnte das Thema Abstieg in der extrem ausgeglichenen Liga endgültig zu den Akten legen.
Bavaria IV trat zum Auswärtsspiel in Parsberg in durchaus passabler Aufstellung an und war vom DWZ Schnitt leicht favorisiert, obwohl die Parsberger praktisch in Bestbesetzung aufliefen um sich im Abstiegskampf Luft zu verschaffen.
Es war also ein Kampf auf Biegen und Brechen zu erwarten.

Das erste Ergebnis lieferte Thomas an Brett 3, der sich in leicht besserer Stellung mit seinem Gegner auf remis einigte, da es an den anderen Brettern durchwegs gut bis sehr gut aussah. Eine vielversprechende Stellung entglitt ihm leider etwas durch kleinere Ungenauigkeiten und bei aufkommender Zeitnot ein nachvollziehbares Ergebnis.
Als nächstes lieferte dann Arkadij an Brett 5 den ersten vollen Punkt für uns zur 1,5 : 0,5 Führung . Nachdem er beim Übergang von der Eröffnung zum Mittelspiel kontinuierlich den Druck verstärkte und einen Bauern gewann , dem bald darauf ein zweiter folgte, war die Lage des Parsbergers bereits hoffnungslos. Als dieser dann auch noch einen Turm hängen ließ, war die Partie dann auch beendet.

Am Spitzenbrett neutralisierten Alois und sein Gegner sich, indem sie im Mittelspiel einiges an Material vom Brett nahmen und ein ausgeglichenes Endspiel mit 2 Läufern und einem Turm am Brett hatten, das für keinen einen Gewinnversuch gerechtfertigt hätte. Folgerichtig folgte hier dann auch die Punkteteilung zum Stand von 2:1 für uns.

Kurz darauf steuerte Hans am 7ten Brett ein Remis bei, das bei leichtem Vorteil für seinen Gegner bestimmt nicht die schlechteste Entscheidung war .

Beim Stand von 2,5 :1,5 gelang es dann Theodor an Brett 2 einen ganz wichtigen Sieg einzufahren. In einer hart umkämpften Partie übersah sein Gegner in einer bereits sehr prekären Königsstellung ein Springeropfer , das unweigerlich zum Matt geführt hätte. Leider fand Theodor in leichter Zeitnot nicht die forcierte Gewinnfortsetzung. Gott sei Dank war die Stellung aber trotzdem gewonnen und nach weiteren 16 Zügen strich der Parsberger die Segel, was uns mit 3,5 :1,5 in Führung brachte.

Ian an Brett 4 hatte stets etwas Vorteil, etwas zählbares war daraus aber nicht zu machen und so einigte man sich letztendlich im Turm und Springer – Endspiel auf Remis. Beim Stand von 4 : 2 und noch 2 laufenden Partien , die keineswegs schlechter standen für uns, schien also der Wettkampf entschieden zu sein.

An Brett 6 geriet Jonathan jedoch plötzlich nach einer Ungenauigkeit in Bedrängnis, sein Springer auf h3 hatte keine Rückzugsfelder mehr und drohte verloren zu gehen. Doch auch sein Gegner fand in der komplizierten Stellung nicht die richtige Fortsetzung und es gelang Jonathan das Blatt wieder zu seinen Gunsten zu wenden und die Partie siegreich zu beenden.

Somit war beim Stand von 5:2 das Match zu unseren Gunsten entschieden.

Der unnötige Verlust von Felix an Brett 8 war somit nur ein kleiner Schönheitsfehler, lange Zeit stand er klar besser und mit einem möglichen Qualitätsgewinn wäre die Partie wohl endgültig entschieden gewesen. Doch selbst nach dieser verpassten Chance wäre ein Sieg auf Grund der überlegenen Stellung immer noch möglich gewesen. Erst ein passiver Rückzug des Turmes lies die Partie zu Gunsten seines Gegners kippen und nach dem Verpassen einer letzten Rettungschance musste Felix die Partie aufgeben.

Somit stand das Endergebnis fest , 5 :3 für uns, das Thema Abstiegskampf endgültig zu den Akten gelegt und am letzten Spieltag die Chance auf den Vizemeistertitel !
Eine durchaus gelungene Vorstellung unserer Mannschaft.

Bavaria III trat zeitgleich zum Auswärtsspiel in Nittenau an, allerdings unter ganz anderen Vorzeichen.

Ein Sieg würde den vorzeitigen Meistertitel bedeuten und den Aufstieg in die Oberpfalzliga. Auch in dieser Begegnung hatte unser Team einen leichten DWZ Vorteil.

Bereits nach 14 Zügen einigte sich Lorenz an Brett 6 nach einigen beiderseitigen Ungenauigkeiten in dann ausgeglichener Stellung mit seinem Gegner auf Remis.

Somit stand es 0,5 :0,5 .

An Brett 4 folgte dann ein weiterer halber Punkt von Lucas, in schlechterer Stellung gegen einen Gegner mit mehr als 200 DWZ Vorteil war dies durchaus als Erfolg zu verbuchen.

Der Zwischenstand von 1:1 war völlig in Ordnung und auch das dritte Remis an Brett 3 von Ricardo war eigentlich ein Erfolg für uns, da er die ganze Partie über schlechter stand.

Beim Stand von 1,5 : 1,5 sollte dann der erste Sieg für uns an Brett 8 folgen.

Günter war es gelungen im Mittelspiel einen Bauern zu erobern und verwertete diesen Materialvorteil dann ungefährdet zum Sieg und der 2,5 : 1,5 Führung.

Diese sollte aber nicht von langer Dauer sein, da Dipen an Brett 5 die Partie verlor und Nittenau so wieder zum 2,5 : 2,5 ausgleichen konnte.

Doch damit nicht genug , nachdem Walter an Brett 2 lange Zeit besser stand unterliefen ihm in inzwischen ausgeglichener Stellung nacheinander 2 Fehler, der erste verschaffte Walters Gegner bereits eine klar bessere Stellung und der zweite warf die Partie komplett weg, ein äußerst unglücklicher Verlust.

Nittenau ging somit mit 3,5 : 2,5 erstmalig in Führung.

Bei noch 2 ausstehenden Partien hatte sich das Blatt zu unseren Ungunsten gewendet, zumal Ulrich an Brett 6 leider ziemlich früh eine Figur abhanden kam.

Es gelang ihm aber, den gegnerischen König im Zentrum festzuhalten und nach einigen Ungenauigkeiten seines Gegners wurde der Druck auf die schwarze Stellung immer größer. Trotz einer Figur weniger hatte Ulrich nach einem weiteren Fehler seines Kontrahenten plötzlich klaren Vorteil. Aber in der taktisch hochkomplexen Stellung fand er leider auch nicht den richtigen Weg und so einigte man sich schließlich auf Remis zum Stand von 4 : 3

Somit lag es an Reiner an Brett 1 mit einem Sieg noch ein 4:4 zu erreichen.

Die Aussichten darauf waren leider sehr gering, da er nach einem Bauernverlust ohne Kompensation und mehreren schwachen Bauern keinerlei Möglichkeiten hatte, in irgendeiner Weise Gegenspiel zu entwickeln oder gar die Initiative zu ergreifen.

Das Remisangebot seines Gegners musste er wohl oder übel in deutlich schlechterer Stellung annehmen.

Damit war die Niederlage besiegelt und diese war nicht mal unverdient, da wir bis auf Günter unter unseren Möglichkeiten blieben.

Doch der Enttäuschung über den vergebenen Matchpoint zum Aufstieg folgte kurz darauf die Erlösung, als im Ligamanager das Ergebnis von RT gegen Riedenburg erschien. Unsere Konkurrenz hatte nämlich ebenso gepatzt wie wir und somit war der direkte Wiederaufstieg in die Oberpfalzliga perfekt.

Gratulation an alle Mitwirkenden und wir freuen uns schon auf die Oberpfalzliga.

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